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Geminiden 2026: Beste Nacht 13./14. Dezember – ab 20 Uhr ohne Mond

Die Geminiden 2026 erreichen laut IMO ihr Maximum am Montag, 14. Dezember, um 15:00 MEZ. Die beste Nacht ist die vom 13. auf den 14.: Der Mond geht um 19:59 unter, bis 6:02 bleibt der Himmel mondfrei. Beobachtungszeit für Berlin, wohin du schauen musst, Tipps gegen die Kälte und zum Fotografieren.

Veröffentlicht am 31. Oktober 2026Aktualisiert am 31. Oktober 2026Deutsch (Deutschland)
Geminiden 2026: Beste Nacht 13./14. Dezember – ab 20 Uhr ohne Mond

Der letzte große Meteorstrom des Jahres sind die Geminiden. 2026 sind die Bedingungen in Deutschland ziemlich gut. Das von der Internationalen Meteororganisation (IMO) vorhergesagte Maximum fällt auf Montag, 14. Dez., 15:00 MEZ (am Nachmittag). Das breite Maximumfenster umfasst aber die ganze Nacht von Sonntag auf Montag. Und der Mond ist eine schmale Sichel kurz nach Neumond, die am 13. schon um 19:59 untergeht.

Die Leoniden im letzten Monat hatten eine ZHR von etwa 15, die Geminiden kommen auf ZHR 150 – zehnmal so viel. Wenn du dir nur einen Meteorstrom ansehen willst, dann diesen.


Maximum am 14. Dezember um 15:00 MEZ – die Nacht davor ist die beste

Laut IMO-Meteorstromkalender 2026 sind die Geminiden vom 4. bis 20. Dezember aktiv, das Maximum liegt am 14. Dezember um 14:00 UT. Das sind in Berlin 15:00 MEZ.

Die Geminiden sind dafür bekannt, dass ihr Maximum breit verteilt ist. Auf Grundlage der Beobachtungen der letzten 20 Jahre erwartet die IMO das Maximum dieses Jahres zwischen dem 13. Dezember 21:00 UT und dem 14. Dezember 18:00 UT. In Berlin ist das vom 13. Dez. 22:00 bis zum 14. Dez. 19:00 MEZ – die Nacht von Sonntag 13. auf Montag 14. liegt ganz darin. Du musst den Zeitpunkt des Maximums also nicht auf die Minute genau treffen.


Ab wann ist der Himmel in Berlin mondfrei?

Am 9. Dezember ist Neumond, am Abend des 13. ist der Mond deshalb nur etwa 20 % beleuchtet. Er steht kurz als Sichel am Abendhimmel im Westen und geht in Berlin um 19:59 unter. Danach bleibt der Himmel bis zum Beginn der astronomischen Dämmerung am Morgen um 6:02 mondfrei, insgesamt 10 Std. 03 Min.

Balkendiagramm für Berlin zu den Nächten vom 13., 14. und 15. Dezember 2026: Monduntergang, mondfreie dunkle Stunden und Beginn der astronomischen Dämmerung am Morgen

Die Nacht vom 13. auf den 14. ist die beste: Sie liegt ganz im Maximumfenster und hat die längste dunkle Zeit. Wenn das Wetter nicht mitspielt, ist die Nacht vom 14. auf den 15. die Ausweichnacht. Der Mond geht dann um 21:13 unter, bis 6:03 bleiben 8 Std. 50 Min. dunkel. Das Maximumfenster ist da allerdings schon vorbei, es sind also etwas weniger Meteore zu erwarten. In der Nacht vom 15. auf den 16. geht der Mond erst um 22:27 unter, dunkel bleibt es 7 Std. 36 Min. lang, und das Maximum liegt noch ein Stück weiter zurück.

Der 14. ist ein Montag. Wer Montag arbeiten muss: Schon ab 20 Uhr ist der Himmel mondfrei, ein paar Stunden bis Mitternacht lohnen sich.


Wohin schauen?

Der Radiant, also der Punkt, aus dem die Meteore scheinbar herauskommen, liegt im Sternbild Zwillinge in der Nähe des hellen Sterns Castor. In Berlin geht er schon gegen 16:20 im Nordosten auf. Um 18 Uhr steht er erst 9° hoch, um 20 Uhr 24°, um 22 Uhr 42° und um Mitternacht 60°. Seinen höchsten Stand von ~70° erreicht er gegen 2 Uhr, um 5 Uhr sind es immer noch 52°. Je höher der Radiant steht, desto mehr Meteore sind zu sehen – mit fortschreitender Nacht wird es also besser.

Du musst aber nicht nur auf den Radianten starren. Meteore tauchen am ganzen Himmel auf. Am besten legst du dich hin, sodass der weiteste Teil des Himmels in deinem Blickfeld liegt, und drehst dich von Lichtquellen weg. Die Geminiden sind mit etwa 35 km/s nicht besonders schnell und liefern recht viele helle Meteore und Feuerkugeln, die auch Einsteiger leicht erkennen.

Foto einer Geminiden-Sternschnuppe, die unter einem sternenreichen Himmel über einer alten weißen Kirche zwischen Bergen fällt

Schraub die Erwartungen ruhig ein wenig herunter. ZHR 150 gilt für einen perfekten Himmel ohne Mond und ohne Lichter, wenn der Radiant genau über dir steht. Am Stadtrand siehst du deutlich weniger. Erst weit weg von der Lichtglocke der Großstadt, in dunklen ländlichen Gegenden oder in einem Sternenpark, steigt die Zahl spürbar. Karten zur Lichtverschmutzung helfen bei der Suche. Die ersten 15 Minuten brauchen deine Augen, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen – schau in dieser Zeit möglichst nicht aufs Handydisplay.


Dezembernacht: Kälte und Wolken sind die echten Unbekannten

Der größte Unterschied zu den Meteorströmen im Sommer ist die Kälte. Im Dezember liegen die Nachttemperaturen in Deutschland oft um den Gefrierpunkt oder darunter, und wer still liegt, friert gefühlt noch viel stärker. Dazu ist der Dezember hier oft bewölkt – wirf kurzfristig einen Blick auf den Wetterbericht, bevor du losfährst. Das nehme ich mit:

  • Eine Isomatte oder Alu-Isomatte gegen die Kälte, die vom Boden hochzieht. Liegend siehst du mehr vom Himmel als im Stuhl.
  • Einen Schlafsack oder eine Decke über dem langen Daunenmantel. Wärmepads kommen an die Füße und den unteren Rücken.
  • Powerbanks für Handy und Kamera. Bei Kälte sind die Akkus viel schneller leer als sonst.
  • Eine Taschenlampe mit Rotlicht. Weißes Licht setzt die bereits dunkeladaptierten Augen wieder zurück.

Die dunkle Zeit an deinem Beobachtungsort in der App prüfen

Das Diagramm oben gilt für Berlin. Wenn du an einen anderen Ort fährst, solltest du die Zeiten dafür noch einmal prüfen. Den Monduntergang findest du in Golden Horizon im Mondstatus-Bildschirm: Er ist der Zeitpunkt, an dem die Zeit endet, in der der Mond über dem Horizont steht.

Wie lange es am Morgen dunkel bleibt, siehst du in der Licht-Timeline am Beginn der astronomischen Dämmerung (Astronomical Dawn). Danach wird der Himmel nach und nach heller, und die schwächsten Meteore verschwinden zuerst. Stell das Datum auf den 14. Dezember und wähle deinen Beobachtungsort, dann siehst du sofort, wie viel nutzbare Zeit du in dieser Nacht hast.

Golden Horizon Licht-Timeline mit den Zeiten für astronomische Dämmerung, nautische Dämmerung, bürgerliche Dämmerung, Blaue Stunde und Goldene Stunde in dieser Reihenfolge

Wenn du Meteore fotografieren willst

Die Grundausstattung ist ein Stativ mit Weitwinkelobjektiv und Serienaufnahmen mit 15 bis 20 Sekunden Belichtung. Da du nicht weißt, wo ein Meteor auftaucht, stellst du die Kamera auf Intervallaufnahme und suchst dir später nur die Bilder heraus, auf denen etwas zu sehen ist. Wenn du den Radianten am Bildrand platzierst, bekommst du leichter Aufnahmen, auf denen die Meteore lang ins Bild hineinlaufen. In kalten Nächten beschlägt oder vereist das Objektiv – eine Objektivheizung oder ein um das Objektiv gewickelter Handwärmer helfen.

Wie du die Abendstunden im Voraus planst, steht in Goldene-Stunde-Fotografie: das Licht im Voraus planen, und Himmelsereignisse, bei denen Mond und Planeten zusammen auftauchen, habe ich in Planeten, Blue Moon und Sonnenfinsternis: Ereignisse prüfen behandelt.


Häufige Fragen

Wann sind die Geminiden 2026 am besten zu sehen?

In Berlin in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember (Sonntag auf Montag). Der Mond geht um 19:59 unter, von da an bis etwa 6:02 ist es mondfrei. Das Maximum liegt laut IMO am Montag, 14. Dez., um 15:00 MEZ, also am Nachmittag, aber die Nacht davor liegt komplett im Maximumfenster.

Wie viele Sternschnuppen pro Stunde kann ich sehen?

Die ZHR liegt bei 150, das ist aber ein Wert für ideale Bedingungen. Wie viele du tatsächlich siehst, hängt stark von der Dunkelheit des Himmels und der Höhe des Radianten ab, am Stadtrand sind es deutlich weniger.

Reicht auch die Nacht vom 14. auf den 15. Dezember?

Ja. Der Mond geht erst um 21:13 unter, danach bleiben bis 6:03 noch 8 Std. 50 Min. dunkel. Die Nacht liegt schon nach dem Maximumfenster, deshalb sind etwas weniger Meteore zu erwarten. Wenn am 13./14. Wolken aufziehen, ist sie eine gute Ausweichnacht.

Quellen

Bildnachweise

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